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Blöde Fußball-Chaoten

Das muss man sich mal reinziehen. Für das Zweitligaspiel St.Pauli-Hansa Rostock waren 1.512 Kollegen lt. PDir HH im Einsatz!!!! Und wer zahlt's? Der Steuerzahler! Nicht die Vereine! Deren Fans wieder einmal randalierten. Einsatzkräfte mit Flaschen beschmissen, die Reiterstaffel mit Signalmunition beschossen, Dixies und Mülltonnen anzündeten, Gegenstände auf die Fahrbahn legten und Lokale&Geschäfte entglasten! Nachzulesen in der PM der Polizei HH. Auf den Bericht eines Bremer Kollegen bin ich mal gespannt, der wollte Einsatzbeobachtung machen.
22.4.12 18:40


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Gipfelstürmer-Tour

Irgendwie haben die Strategie-Klausuren auch immer was von Urlaub. Wobei sich das Feeling in Holland und Bremen aufgrund der Umgebung in Grenzen gehalten hat ... Wer macht schon in ... Na, lassen wir das lieber ...

Aber Apeldoorn war schon nah dran an Urlaub. Aber Bayern hat's echt getoppt. Und wer hat's ... organisiert? Lieblingsfranke mit ein wenig Hilfe seiner Lieblingshilfskraft ...

 Mit dem neuen Chef sind aber gleich harte Sitten eingezogen. "Gemischte" Autos gab es nicht. Wir Nicht-Beamte mussten einen Wagen nehmen, die Beamten zusammen den anderen. Sowas nennt man auch Snobismus ... Günther tat mir leid und dann noch dieses unsägliche Bild in der Heckscheibe ...

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Aber ansonsten war Ainring klasse. Auch wenn man die Alpen nur in der Ferne gesehen hat. Deutsches Netz Seltenheitswert hatte und mein Handy ständig auf Ösifunk lief.

 

Über die anderen Änderungen, die "der Neue" so einführen will, mag ich lieber net nachdenken. Dass er kein Jürgen ist, das wussten wir, aber das ... Eyh, geht gar nicht. Das ganze schöne Betriebsklima für'n A ...

 

Also, schnell noch diese letzte schöne Strategieklausur genossen, weil nach alten Regeln organisiert. Wer weiß, ob wir nächstes Jahr noch mit dürfen. Für den Herrn Neu-LPD sind wir ja nur sklavisches Fußvolk ... Jürgen, komm bitte zurück ...

 

Ach ja und bevor ich's vergesse. Salzburg

 

 

und unsere Bergwanderung zum Kührointhaus

 

 auf dem nebligen, saukalten und nassen Watzmann 

 

waren natürlich auch klasse.  Weitere Bilder von Watzmann im Nebel erspare ich dem geneigten Leser an dieser Stelle ... 

 

 

8.5.11 19:57


Frühling(sbilder)

So schnell konnte man ja jetzt gar nicht schauen, wie der Frühling da war. Und so wie es sich jetzt gerade auf der Terrasse anfühlt, ist er auch schon wieder weg und hat dem Sommer Platz gemacht.

Aber ein paar schöne Fotos sind mir trotzdem gelungen.

Frühlingsbilder 2011:









24.4.11 17:07


Die erste Leiche vergisst man nicht

haben die Kollegen gesagt, als sie am Morgen nach der Aktion in dem Hochhaus-Wohnsilo gefragt haben wie es mir geht.

 Mir ging es überraschend gut. Dem Jungkommissar, dessen ebenfalls erste Leiche die 3 Monate alte Mumie des alten Mannes war, eigentlich auch. Unser Bährenführer hatte schon vor der 4Stunden-Aktion mit Tür aufbrechen, auf Gerichtsmediziner warten, Hinweise suchen und dann auf die Bestatter warten, Abtransort, Hunger gehabt. Wir beiden jungen erst danach. Wir haben uns dann nach einem weiteren Einsatz auf der Wache Gyros reingepfiffen ...

Ich hab in der Zeit danach oft an diesen alten Mann denken müssen, der dort mit gerade einmal 68 Jahren einsam und alleine, von Familie und Freunden vergessen gestorben ist. Und an den man sich erst wieder erinnert hat, als die jungen Nachbarn meinten, "die Fliegen am Küchenfenster sehen so komisch aus. Und gut riechen tut es auch nicht. Laß uns mal die Polizei rufen". Also sind wir hingefahren.

Nach einer Weile ging es. Die Erinnerung kam nicht mehr täglich. Auch wenn ich Namen, Geburtsdatum und Geburtsort sofort wiedergeben konnte. Von der Beschreibung der Szenerie mal ganz abgesehen. Aber es kamen andere Eindrücke.

Bis vor 3 Wochen Oma starb. Da musste ich wieder an ihn denken und er tat mir noch mehr leid. Denn Oma war nicht alleine als sie starb. Keiner hatte sie vergessen, fast alle waren noch einmal da gewesen und als sie starb, waren zwei meiner Tanten und ich dort am frühen Sonntagmorgen und haben ihre Hände gehalten. Und das wusste sie. Diese Erinnerungen haben sich so eingebrannt, dass ich heute morgen seinen Namen nicht mehr wusste.

Einerseits war ich froh, dass ich nicht mehr erinnern konnte, aber andererseits, vielleicht war ich neben seiner Mutter die Einzige, die das überhaupt noch gekonnt hatte. Sein Bruder hatte ihn seit 30 Jahren nicht mehr gesprochen und konnte sich nicht einmal an die Namen seiner Nichte und Neffen erinnern. Dass es die Neffen gab, war sogar nur vage Vermutung.

Heute morgen war ich froh, dass der Spruch der Kollegen, den ich von anderen danach auch oft gehört habe, wohl doch nicht stimmte. Auch wenn mir lieber gewesen wäre, mir wären die Bilder abhanden gekommen und nicht sein Name. Die Bilder waren immer präsent. So, wie ich Omas letzten Blick, als ich ihr noch etwas zu Trinken gegeben habe und ihren letzten Atemzug 20 Minuten später wohl nie vergessen werde. Allerdings will ich das auch nicht.

Gerade habe ich nun ein bißchen online gespielt, einfach nur vor mich hingedaddelt und gezockt. Und auf einmal fiel mir sein Name wieder ein. 

Es stimmt wohl doch. Die erste(n) Leiche(n) vergisst man nicht.

Bleibt die Frage, Fluch oder Segen??

22.7.10 22:26


Ein ganz gewöhnlicher Bundesliga-Samstag

Berlin und der 1.Mai waren letztes Wochenende und doch kommt es mir schon so unendlich lange her.

Wieder stehe ich in Uniform auf der Strasse. Dieses Mal aber in der Innenstadt einer norddeutschen Großstadt. Bin im Raumschutz. Nach diversen Besprechungen geht es raus in die Stadt, die einzelnen Gruppen briefen. Dieses Mal wird ab 10:30 die Körperschutzausstattung getragen. Minimum ist Weste, der Helm baumelt an einem eilig durch die Jackenbrusttasche gezogenen Plastikbinder. Den Helm werde ich heute einige Male ab- und anklinken, tragen. Das weiß ich da aber noch nicht. Auch nicht, dass ich die Weste bis 22h anhabe.

Irgendwie geht mir im Laufe des Tages das letzte bißchen Verständnis für Teile unserer Bevölkerung ab. Ich bin auch Fußball-Fan, aber wenn ich sehe, dass nach dem Spiel Kinder ihre betrunkenen Väter aus dem Stadion begleiten. Sehe wie die Fans von Erzgebirge Aue Platz 11 besetzen, später bei ihren Bussen Bengalos zünden. Und das alles nur wegen Alkohol und Fußball.

Stehe in der optischen Führung, die Fans zu den Park-und Ride Bussen den Weg weisen soll. War in eine Lücke getreten, als da ein "Fan" durch wollte. Er schaut mich nur an, nickt und folgt dann meinem Handwink 'Rechts geht's hoch' wortlos und ohne Mucken. Mir fällt diesen Tag durch das ständige sich-der-Bevölkerung und den Fans-Zeigen auf, wie anders sich die Menschen mir gegenüber verhalten. Ich scheine mich aber auch anders zu verhalten, obwohl mir selber eigentlich gar nicht mehr bewusst ist, dass ich eine Uniform trage. Ich stehe anders, das bekomme ich mit, schiebe das aber auf die Weste. Ansonsten merke ich das nur an den Anderen.

Nach dem Spiel des Erstligavereins, hält sich unser polizeiliches Gegenüber leider gar nicht an unser schönes Konzept. Zu sehen, wie das Konzept, an dem man eine Woche lang hart gearbeitet, mitgefeilt hat; gesehen hat wieviel Arbeit, das für soviele Menschen ist; einem um die Ohren fliegt, das ist nicht schön.

Apropos Ohren, wir werden zu einer Strassenkreuzung mitten in der Stadt gerufen. Zug- und Gruppenführer springen raus, Helm auf. Unsere Fahrerin auch. Sie muss zurück, den Wagen mitnehmen. Soll ein Auge auf sie haben, laufe in der Weste mit und schaue mich immer wieder nach ihr um, während sie alleine zum Bulli rennt und ich den Helm aufsetze. Normalerweise würde ich nie mitten auf der Strasse rennen, mit all den Gaffern an der Seite. Egal, Tunnelblick, und Adrenalin rauscht wieder. Ich vergesse sogar, dass ich keinen Waffengürtel um habe. Christian aber auch nicht und der geht voran. Dieses Mal sehen wir, was auf uns zukommt. Das ist laut, nicht betrunken, auf Randale aus und fühlt sich in seiner pöbelnden Masse sicher.

Alles geht gut und wir springen wieder in den Bulli, nächster Einsatz. Fanbegleitung zum Stadion und den Bussen zurück. Mittlerweile beulen sich die Hools und Ultras beider Lager zwei Strassen weiter beim Stadion. Und nur einige wenige Beamte stehen dazwischen. Sind mal wieder unterbesetzt. Der Abend endet mit 3 Stunden stehen vor dem Hauptbahnhof. Davor, denn drinnen steht zuviel Bundespolizei in gleicher Aufmachung. Langsam wird es echt kalt und ich bin froh den Rolli untergezogen zu haben. Erkältet bin ich später trotzdem. Sch*** Fußball ...

Und längst nicht jeder Alkoholisierte, der uns jetzt hier dumm anmacht, ist ein Fußball-Fan. Das scheint mehr der allsamstagliche Wahnsinn zu sein. Spontan bin ich froh, dass es zu spät ist, um noch auf der Diskomeile die Streife mitzugehen.

In der Kaserne falle ich mit den Stiefeln aufs Bett. Ausgezogen werden sie am Sonntagmorgen, als ich um 4h morgens wieder aufwache und dann dank des wieder hochkochenden Adrenalins beim Nachdenken, nicht wieder einschlafen kann...

9.5.10 12:16


Walpurgisnacht 2010 - oder dieses mal Glück gehabt

Für uns ist es in Berlin ruhig geblieben. Dafür war in Hamburg Randale.

Einerseits ziemlich langweilig stundenlang ab 14h am Bereitschaftsort dumm rumzustehen und als einzige Beschäftigung ist ab 22h ein Fuchs da, der dort jeden Abend seinen Rundgang macht, aber das ist auszuhalten. 

Schlimmer fand ich das am Nachmittag, als die Jungs mit dem Berliner Kollegen die Aufzugstrecke für den 1.Mai ausgekundschaftet hatten. Da hatte ich nämlich nicht dran gedacht, dass die mit unserem Bulli los sind. Inklusive meines Rucksacks und Verpflegungsbeutels!!

Ein Hoch auf unsere Einsatzhosen, da hatte ich wenigstens ein paar Kleinigkeiten zu Naschen drin, mein Handy und einen Kugelschreiber. Und auf Petra, die mir 4 Seiten ihres Sudokus abgegeben hat. Kungfu Panda auf dem LauKw geschaut und dumm rumgestanden. SMS an den bayrischen Kollegen, ob auch Bäume zählen, die man mittlerweile beim Namen kennt, oder nur Leitpfosten. Nein, Bäume zählen auch. Wie beruhigend. Ab jetzt darf ich mitreden. Mein erster stundenlanger Einsatz in Uniform. Und nix los. Einerseits gut, so wird wenigstens keiner von uns verletzt. Letztes Jahr hat es 400 Kollegen erwischt.

Auf einmal werden wir gerufen. Alles springt auf seinen Wagen. Beide Wasserwerfer sind sofort einsatzbereit. Der Sw auch. Nur unsere kleine T4-Bullenschleuder nicht. Unser Fahrer ist aufm Örtchen. Dummerweise ist das ein Haus weiter auf dem Direktionsgelände. Während er ausgerufen wird, laufe ich in den schweren Klamotten zur vorderen Tür, Gott sei Dank kann man durch den ganzen Flur schauen. Kein Piet. Drehe um, da kommt er seelenruhig mit den Händen in den Taschen. Während ich auf meiner Seite hochrannte, ging er auf seiner runter... Wie im schlechten Comic.

Mir schlägt das Herz schon bis zum Hals, wir sind zum Boxhagener Platz gerufen worden. Also rücken wir aus, mit unserem Arsenal von 2 Wasserwerfern, einem Räumfahrzeug, einem Lautsprecherwagen und 3-4 weiteren Fahrzeugen.

Fahren mit allen Sonderrechten. Auch Martinshorn, auch wenn wir eigentlich still verlegen sollen. Egal, unsere Kolonne fällt eh auf! Diese Fahrt ist es still im Bulli, bis auf den Funk der knastert und die Meldungen der Kollegen raushaut. Mittlerweile rauscht mir das Adrenalin in den Ohren. Brennt es auf dem Boxi? Was erwartet uns? Mir fällt ein, dass wir keine Körperschutzausstattungen angezogen haben. Adrenalin steigt noch einmal an.

Aus unserem Auto kann man die Blicke der vollbesetzten Partymeile auf unsere großen Wagen deutlich erkennen. Keiner isst weiter, alles schaut uns hinterher. Mit großen Augen. Die hab ich auch. Eine Straße vorm Boxi Entwarnung, man wollte nur unseren Lautsprecherwagen, um den Boxi von den Betrunkenen per Wegsprechen zu räumen. Während bei uns das Adrenalin langsam wieder sinkt, steigt auf der anderen Seite des Funks die Erkenntnis und das Entsetzen über die Fehlanforderung. Das hätte auch anders ausgehen können. 

Wir fahren wieder zurück und verfüttern unsere restlichen Frikadellen. Glück gehabt. Wir und Meister Reinecke.

 

4.5.10 10:49


Alterskontrolle

Mein Lebtag hat noch keiner nach meinem Ausweis gefragt, um mein Alter zu kontrollieren. Gemäß dem Motto "Einmal ist immer das erste Mal", war es heute soweit.

Ich hab auf dem Weg zum Büro, im Bahnhof am Kiosk angehalten, um für einen Kollegen ne Schachtel Zigaretten mitzubringen. In unserem Gewerbegebiet gibts ja nichts, nicht einmal einen Automaten. Jedenfalls nicht in angemessener Entfernung.

Ich also in diesen Kiosk rein, "Ich hätte gerne eine Packung R1". Die Frau dort dreht sich auch um und nimmt die Schachtel raus. Guckt mich wieder an und sagte, "Haben Sie Ihren Ausweis dabei?"

Muss die angeschaut haben, mir ist die Kinnlade runter geklappt, "Wollen Sie den jetzt allen Ernstes sehen?!????"

"Ja?! Warum nicht?"

"Hm, ich werd ja nur schon 31 ...!"

Ich dann also artig meinen Ausweis rausgepuhlt, ihr den gezeigt, sie knallrot geworden, so dolle hätte sie sich ja noch nie verschätzt! War ihr plötzlich richtig peinlich.

Hab nur noch gesagt, ich würd das jetzt mal als Kompliment auffassen und man könnte sich sicher sein, dass in ihrem Kiosk keine Zigaretten oder Alkohol an jemanden verkauft würde, der das noch nicht kaufen darf.

Die Leute hinter mir haben sich auch nur scheckig gelacht.

Das erinnert mich an die Geschichte, als ich für SchuTo Medikamente gekauft hab, er sich aus lauter Frust geweigert hatte mit in die Apotheke zu kommen und ich dem Apotheker dann die Symptome beschreiben musste.

Woraufhind er Apotheker meinte, das kenne er. Das ginge im Augenblick durch sämtliche Kidergärten und Grundschulen. Wie alt denn der Kleine wäre? - 61 ....!!!

In diesem Sinne ...

7.4.09 13:54


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