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Heim!

Ich will wieder nach Hause. So schnell wie möglich!!

Gestern mittag ist der Flieger in Deutschland gelandet und ich geh jetzt schon vor Heimweh ein. Das ist schlimmer als vor 3 Monaten, da war ich einfach nur müde und fertig vom Flug und hab ein paar Leute vermisst.

Aber dieses Mal hat mich der Flug kaum geschlaucht und alles in mir schreit, ich will nach Hause! Das Erste, was ich gestern Abend gemacht hatte, als ich nach dem Abendessen nach oben gemacht hatte, war online gehen, gucken ob Masechaba und Christiane noch online sind. Waren sie auch noch, die beiden hatten gewartet bis ich online gegangen bin.

Sie hätten gestern im Büro nur von mir gesprochen. Ellen hatte gestern Geburtstag, sie hätten ihr ein Ständchen gebracht und meine Stimme hätte definitiv gefehlt. Ich hab danach nur noch geheult.

Hab mir meine südafrikanische Fahne über's Bett gehängt und die gesammelten Postkarten gerahmt.


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Und bin am Heulen. Ich will zurück! Heim nach (Süd-)Afrika.

2.11.07 08:21


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Straußen-Spaghetti

Hab gestern Abend Spaghetti gekocht, nachdem ich bei Woolworths Food so lange an der Kasse warten musste.

 Hab Höhe des Fleischregals gewartet und da hat mich das Gehackte so angelacht, dass ich mein Fertig-Sushi wieder weggebracht habe. Schließlich gibt es heute Abend bei meinem Farewell Dinner im Tsunami ja eh jede Menge frisches saugünstiges Shushi. Das werd ich hier auch vermissen. Shushi!

Stattdessen hab dann halt Spaghetti gekocht. Mit Strauß-Hack. Für 24Rand das Kilo, also ca. 2,40€ ....Esse Strauß ja eh gerne, weil das so mager ist, aber als Hack ist das Vieh unschlagbar!

30.10.07 15:04


BOKS!!!

Gestern im Stadtrat hat ja einer der Abgeordneten, oder war's einer von der Stadt?, groß verkündet, dass heute die Spingboks durch die Stadt gefahren werden. Und zu Mittag haben sie beim Sponsor Sasol gegessen.

Der wiederum hat sein Hauptgebäude 100m bei uns um die Ecke!!! Also sind Monica und ich da heut mittag hin, eigentlich wollten wir schauen, wie die wieder fahren, aber die waren noch gar nicht da. Also haben wir die Ankunft noch gesehen.

Es war so geil, absolut gigantisch. Die Strassen waren voll mit Menschen und weil wir ja relativ früh da waren, haben wir direkt vorm Haupteingang in zweiter Reihe gestanden. Jetzt sind wir beide heiser ...

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Aber das war so klasse. Weltmeister aus 5m Entfernung. Wir standen in einer Gruppe Männer, daher gehen wir mal stumpf davon aus, dass Percy uns zugewinkt hat!

26.10.07 16:30


"Die Qualiteit von diese Government ist seeeehr schlecht ... "

Grade wenn man denkt, dass man in einem für afrikanische Verhältnisse mehr oder weniger zivilisierten Staat lebt, holt diese Regierung einen auf den Boden der Tatsachen zurück.

Die von Escom angekündigten Power Outlets, sprich vom Unternehmen angekündigte Stromausfälle, haben ja in den letzten Wochen schon für die ein oder andere ‚erfrischende’ Dusche gesorgt.

In den letzten 2 Wochen ist es aber besonders lustig, denn anscheinend leiden darunter auch die Wasserpumpen. Wir haben heute mal wieder kein fließendes Wasser. Gott sei Dank hab ich heut morgen geduscht. Da ging das noch, sogar lauwarm!

Letzte Woche war mir das ja herzlich egal, da haben wir Rustikal und Backpacker Urlaub einmal quer durch Südafrika gemacht. Da erwarte ich weder fließend Wasser noch warmes! Was wir aber immer hatten, egal wie abgelegen, und ich meine wirklich abgelegen, wir auch gepennt haben!

Aber Joburg ist die drittgrößste Stadt Afrikas. Aber man gewöhnt sich ja an alles. Dass an Baustellen per se 20 Mann stehen, von denen in der Regel 3 so tun als wenn sie arbeiten. Den anderen ist selbst das zu viel. Und dann sind da ja noch die Fähnchenschwenkerinnen. Das gibt’s auch nur hier. ABM sozusagen, die stehen den ganzen Tag auf der Baustelle rum und schwenken so ein Baustellen-Fähnchen, als wenn einem an den vielen nichtstuenden Menschen noch nicht aufgefallen wäre, dass man auf einer Baustelle ist. Oder sie drehen die Schilder um, dass man jetzt nicht fahren darf oder wieder, weil grad einspurig ist.

Zurück zu unserer Wirklichkeit. Haben unseren Mangel an fließend Wasser grade festgestellt als Paul anfangen wollte zu kochen und es aus dem Hahn nur tropfte. Das wiederum hat Paul anstatt seinem üblichen Spruch „Die Qualiteit der Strasse ist seeehr schlecht“ (meistens hat er da ja auch recht) einen anderen entlockt.

„Die Qualiteit von diese government ist seeehr schlecht!“

Kurz und knapp, auch damit hat er recht!

Obwohl, ich musste heute auf dem Heimweg feststellen, dass da doch tatsächlich Arbeiter an dem Riesenloch in unserer Standard Lane hier in Blairgowrie standen! Morgen früh muss ich echt mal drauf achten, ob das wirklich zu ist. Wenn nicht, noch fix fotografieren. Das Teil ist ja auch erst seit mindestens 2 Monaten da ... Ist mir allerdings auch erst aufgefallen, als ich mal bei Regen einem entgegenkommenden Blödi ausweichen musste und dachte, jetzt hätte ich mir aber endgültig den Unterboden ruiniert. Kann aber auch sein, dass es bei dem Platzregen erst entstanden ist, mir ist das Ding echt noch nie aufgefallen, aber die „Qualiteit der Strasse ist halt schlecht“ ...

Mal schauen, was es morgen im Stadtrat von Johannesburg so alles gibt. Habe heute mit Dee telefoniert und sie meinte, ich hätte aber ein Glück morgen, wäre erst Fraktionessen und dann ganz normale Ratssitzung. Sie wüsste jetzt allerdings nicht, was ich denn so genau sehen und wissen wolle, Mike wäre da ziemlich schwammig geblieben. Ich wolle doch sicherlich nicht mit in die langweilige Ratssitzung oder jedenfalls nicht bis zum Ende. Die finge um 14h an und würde locker 6-7 Stunden dauern ... Aber klar will ich das!

Treffe mich jetzt mit ihr bei uns am Büro. So gegen 9h morgens. Sie nimmt mich dann mit in die Town Hall, erklärt mir alles wie es so läuft. Dann geht’s gegen 13h zum Fraktionsessen und dann in die Ratssitzung. Wird das ein schöner Tag morgen. Einmal schauen wie so eine Mega-Metropole regiert wird.

Hoffentlich kann ich vorher (warm) duschen, muss ja nicht zwingend heiß sein, aber Wasser sollte schon aus der Leitung kommen. Ich will nicht morgens um 6h in den eiskalten Pool springen!

Bisschen weniger Verkehr wäre auch nicht schlecht. So eine Dreiviertelstunde für 5km kotzen einen irgendwann schon an, vor allem, wenn man das Ganze auch in 15 Minuten schaffen kann, wenn man 10 Minuten eher losfährt. Aus welchen Löchern kriechen die eigentlich immer alle gerade dann, wenn ich mal etwas später ins Büro fahre?!?!?

24.10.07 18:06


So kann man sich taeuschen

Habe vorhin mal gegoogelt und versucht herauszufinden, wie Eugene das geschafft meinen Blog zu googeln. Er meinte ja am Freitag, er hätte sich gegoogelt (muss dem Colonel aber langweilig auf Arbeit gewesen sein ... ) und da wäre er auf seinen Namen, mit Garden Route auf einer nicht-südafrikanischen Seite gelandet. Meinem Blog eben. Aber er hätte nichts verstanden von dem was da stand. Glaub ich ihm jetzt nicht. Also hab ich ihn auch mal gegoogelt. Habe ja alles mögliche gefunden, aber keinen Verweis auf meinen Blog, dafür aber auf seine Frau, die dann wohl doch etwas selbständiger ist, als wir dachten. Hat eine Firma für Weiterbildung gegründet, die offensichtlich auch gut im Geschäft ist. So kann man sich täuschen. Aber zuhause ist defnitiv der Colonel der Boss würde Matthias trotzdem schwören. Ich bin mir da ja gar nich mal so sicher ...

24.10.07 10:13


Wieder daheim

So, jetzt sind wir wieder zuhause. ‚Back to Zivilisation’ wie unserer Fahrer meinte, als wir wieder unten am SA Pass Control Point

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waren. Inwiefern jetzt SA unterhalb des Sani Passes oder in Johannesburg zivilisiert ist, diskutieren wir hier mal nicht aus.

Sicher ist jedoch, dass SA unterhalb des Sani Passes und in den Drakensbergen sehr schön ist.

So im Nachhinein, haben Matthias und ich echt gut daran getan uns zu einigen. Wir haben echt viel gesehen in dieser Woche. Garden Route auf einem seiner schönsten Abschnitte und dann noch die wunderbare Bergwelt der Drakensberge von Sonntag Nachmittag an.

Die Heimfahrt an sich war dann eigentlich nur langweilig, denn wir haben festgestellt, dass es doch noch schlimmer gehen kann als dort in KwaZulu-Natal aufzuwachsen. Im Freistaat ist noch weniger los. Und die haben ja nicht mal Landschaft.

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Dafür haben wir aber den Mount Everest gesehen...

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Haben uns dann die 700km nach Johannesburg damit vertrieben für Sabine MAN-Laster zu fotografieren. Am Ende waren wir auch ganz gut darin zu erkennen, ob es sich überhaupt lohnt, die Linse in den Gegenverkehr zu halten.

Fazit der gesamten Tour: Wunderbar, immer wieder. Unser Chicco sieht das vielleicht ein bißchen anders ...

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Aber auch wir freuen uns dann als wir die vertraute
Skyline von Johannesburg sehen.

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Wie viele km wir in den letzten 7 Tagen abgerissen haben, wissen wir gar nicht mal genau, es so um die 3.000-4.000 werden es mit Flügen und allen Irrfahrten wohl gewesen sein.

23.10.07 20:29


Weltmeister Springboks, Drakensberge und ein kleiner Kaempfer

22.10.2007

Springboks forever!!!

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Samstag Abend war hier die Hölle los! Dabei waren wir mit unserem Backpacker nicht einmal richtig in Durban, sondern ein paar Örtchen weiter südlich in Warners Beach. Haben ja bei uns am Backpacker geguckt. Das alleine war schon cool. Zwei Deutsche, zwei Italiener und ein holländisches Pärchen mit ihrer Oma und zwei kleinen Töchtern (die da schon im Bett waren) gucken in Durban, wie die Südafrikaner die Engländer beim Rugby platt machen und Weltmeister werden! Und alle haben sich hinterher in den Armen gelegen und sich wie irre gefreut und dann mit ein paar Little Springboks angestoßen.

Matthias und ich sind hinterher noch die Strasse runter zur Hauptstrasse runter und haben uns das Spektakel angeschaut. Ist den Südafrikaner sonst schon egal, wie besoffen sie sich hinter das Lenkrad setzen. Gestern hat alles getoppt. Eine Gruppe Fahnenschwenker stand vor dem Pub auf der Strasse, alle vorbeifahrenden Autos in der Regel auch mit Fähnchen und ein Autokorso nach dem anderen. Macht hier besonders viel Spaß, da ja viele Pickups fahren, da konnten sich dann alle auf die Ladefläche setzen. Einer (ohne Passagiere) ist erst mal schön immer mal im Kreis gedreht und hat ordentlich Profil auf der Strasse gelassen.

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Ich glaub, wir sind gegen 2h ins Bett gegangen. Für Matthias in Ordnung, denn der konnte lange schlafen. Ich hatte mich ja für’s Reiten am Strand angemeldet.

Also, morgens in den vermaledeiten Chicco. Und ich hatte recht, das ist ein doofes Auto, auch wenn für hiesige Bedürfnisse wahrscheinlich genau richtig, aber wenn Kupplung und Bremse bald im Motorraum sitzen, gleichzeitig das Gaspedal aber unter der Rücksitzbank, dann ist das für mich beim besten Willen kein entspanntes Fahren! Und keine Servolenkung, aber ein MP3 Radio und CD-Player drin! Heilfroh, dass es bis zum Stall nur 10 Minuten sind, geht’s also los. Dummerweise sollte es genauso unentspannt weitergehen. Der Gary, der die Pferde vermietet und Unterricht gibt, ist eigentlich ganz okay. Nur leider hat Romy ihm einen Stuss erzählt, ich sei eine well-expierenced Reiterin, was ja nun mal so gar nicht der Fall ist. Ich muss ihr wohl den fundamentalen Unterschied zwischen Reiten und Voltigieren noch einmal erklären. Reiter und Voltigierer sind sich ja wenigstens in einem einig, es ist nicht das Gleiche.

Tisin ist ein ‚netter, lieber’ 4-jähriger Hengst .... Gott sei Dank habe ich noch vor dem Aufsteigen nach einer Reitkappe gefragt, denn Tisin steht hügelabwärts und buckelt erst einmal. „Keine Bange, das macht er immer am Anfang...“ Ja und deshalb ist er ja auch ein wunderbares Anfänger-Pferd. Fazit, ich steige zwar wie ein Reiter direkt über den Hals wieder ab und schlage mir bei der Gelegenheit auch erst einmal schön die Lippe auf, beim zweiten Versuch bestehe ich darauf wie ein Voltigierer aufzusteigen und dann klappt es auch. Nächster Spaß, geritten wird Western-style, also Zügel nur in der linken Hand. Wenn man lenken will, dann muss man eben über den Hals in die Zügel greifen, denn an sich braucht man ja die rechte Hand um irgendwelche Gatter aufzumachen und ähnliches. Wie man denn in Deutschland die Zügel hält. Vorgemacht. Ja, und wie will man denn dann Farmgatter und so aufmachen!? Irgendwie brauchen wir das nicht, denn wir haben keine Farmgatter ...

Direkt hinter Gary her zum Strand runter. Die anderen hinter mir. An mich die ständige Ermahnung näher an ihm zu bleiben und drauf zu achten, dass die Hacken unten bleiben (so eine Voltigierer-Krankheit, das gerade nicht zu tun ....) und an Susan hinter mir, nicht zu nah an mich heranzureiten, da Tisin das gar nicht haben könne und dann auch schon mal auskeilt. Der Kleine wird mir immer sympathischer. Der Strand macht dann exakt 10 Minuten Spaß während wir alle reiten. Als die Gruppe stehen bleiben muss, will Tisin das nämlich partout nicht und ich bekomme die nächste Anweisung. Ich muss immer um die Gruppe rumreiten, denn der Gute mag, grade am Strand, auch nicht stehen bleiben. Am Strand jede Menge Kinder und obendrein noch Kiter, die allesamt leider überhaupt keine Rücksicht nehmen. Den einen Kiter, der seinen Schirm bei unserem Anblick noch schneller rauf und runter steigen lässt, habe ich besonders gern. Tisin offensichtlich auch, denn jetzt wird das Tier wie alle anderen Pferde nervös. Während die anderen einfach stehen bleiben und ihre Tiere beruhigen, wird das bei mir schwieriger, denn Stehen bleiben ist ja auch keine gute Idee!!

Weiß der Geier wie ich drauf geblieben bin, aber zum Schluß bin ich für den Western-style dankbar, denn so kann Gary in die Trense greifen und Tisin kontrollieren.

Hat aber dennoch in weitesten Teilen Spaß gemacht, nix wund geritten, Lippe ist dick und so schlimm kann ich dann auch nicht gewesen sein, denn von allen Pferden ist Tisin der einzige, der nach dem Wälzen bei uns bei den Ställen bleibt und statt in den Teich zu springen, lieber mit mir schmust. Am Backpacker angekommen, packen wir nur schnell unsere Sachen ins Auto, einen Eiswürfel auf meine Lippe und ab in die Drakensberge.

Auf dem Weg dahin wollten wir eigentlich durch das ‚Valley of Thousand Hills’, irgendwie sind wir aber zu früh abgebogen, so dass wir die nur von weitem sehen,

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dafür aber jede Menge Dörfer, die so zwischen Township und Zulu-Dorf schwanken.

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Auf jeden Fall trostlos. Wir biegen einfach in die Richtung ab, die wir meinen und schaffen das ganz offensichtlich auch wieder in die Nähe der N3 zu kommen. Die beiden Polizisten, die da eigentlich nur auf der Lauer lagen, meinten jedenfalls 5 Minuten in die Richtung, in die wir ständen. Hatten auch recht.

Kleine Landeskunde: Die Drakensberge liegen östlich und nördlich von Lesotho, schmiegen sich da so an bzw. gehören zu einem Teil auch zu Lesotho.

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Da Drakensberge Matthias’ Teil unseres Urlaubs ist, habe ich bisher noch gar nicht nachgefragt, was er sich so ausgedacht hat. Bekomme aber die Anweisung, wenn ich was schönes auf der Karte entdecke Bescheid zu sagen. Sein Plan für die nächsten Tage hört sich aber gut an. Heute ganz in den Norden rauf zum Royal Natal Nature Park, dann wieder runter (gut 150-200km) zu unserem Backpacker in der Nähe des Giant Castle. Am Montag wieder 150km südlich zum Sani-Pass, eine 4x4Tour da rauf, uns den Stempel abholen, dass wir mal in Lesotho waren und dann wieder zum Backpacker. Mal schauen, was unterwegs dann noch auf der Karte liegt und was zeitlich geht.

Also rauf zum Royal Natal Nature Park, für den wir dann noch 2,5 Stunden hatten. Am Visitors Centre holt Matthias eine Karte während ich uns in das Board für den Ranger eintrage, mit was für einem Auto wir unterwegs sind, wann reingefahren in den Park, wann wir planen wieder rauszufahren. Wie unsere (Wander-) Erfahrung und Ausrüstung aussieht. Essenstechnisch würden wir bestimmt ein paar Tage auskommen. Wir haben noch die 2 Brötchen vom Frühstück, ne Tüte H-Milch, eine Dose Thunfisch und ne Flasche Cola im Auto. Aber wir wollen ja eh nicht so lange bleiben, aber wenn es einen Notfall gäbe, wären wir theoretisch halbwegs gut ausgerüstet. Mal abgesehen davon, dass wir keine warme Kleidung und Decken dabei haben. Dafür aber meine Taschenlampe!

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Gut, Matthias hatte sich den Tipp abgeholt, die Fairy Glen Waterfalls zu nehmen. Das würde nur 2 Stunden dauern und man könnte zu denen hochfahren. Keine Ahnung, wann die Frau das letzte Mal in ihrem Arbeitsplatz rumgelaufen ist, aber da konnte man definitiv nicht hoch, dass wir uns überlegen mir unserem verbleibenden 1,5 Stunden bis der Park seine Tore schließt so weit wie möglich zu den Cascades hoch zu wandern. Das dauert laut Karte auch so gute 2,5 Stunden, aber einfach die Möglichkeit bei herrlichem Wetter zu wandern, treibt uns dann an.

Entweder war das auf südafrikanische Verhältnisse gemünzt oder wir sind einfach schneller. Wir schaffen das ohne Probleme zu den Cascades, wunderschönen kleinen Wasserfällen. Matthias ist das Wasser zu kalt, ich find’s herrlich.

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Dann schnell runter, ausgetragen, raus aus dem Park, hinter uns ein wunderschöner Sonnenuntergang.

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Vor uns empfängt uns eine Gewitterfront, an der geht es entlang bis um Backpacker. Es fängt irgendwann an zu hageln, die Strasse ist aber eh schon lange tar road, also unasphaltierte Buckelpiste, da kommt’s da auch nimmer drauf an. So sehen wir aber leider auch nicht, wie schön die Umgebung des Kamberg International Backpacker ist. Das Wirtspärchen ist supernett, haben für uns Spaghetti gekocht. Leider wird deren kleiner Hund während des TV-Guckens vom Nachbarhund fertig gemacht. Paddy fängt zwar wohl immer an, aber das ist ja eigentlich egal. Als Grant rausrennt und ihn reinholt, kann man deutlich sehen wie auf der linken Seite die Lunge beim Atmen rauskommt. Wir sind zwar allesamt keine Fachmediziner, aber das sieht nach gebrochener Rippe mit ab in die Lunge aus. Pauline ruft den Tierarzt an, der sich irgendwo schon ein bisschen amüsiert, denn Grant war am Vortag mit dem anderen Hund Shanti da. Wir sollen das bandagieren, mehr könnte er auch erst einmal nicht tun. Hinfahren bringt nichts, denn zum einem macht der Vet erst um 8h wieder auf, zum anderen ist er 60km weit weg. Humanmediziner übrigens auch. Pauline meinte dann folgerichtig, als Arzt könnte man hier reich werden, vor allem, wenn man ne people’s person wäre. Aber eigentlich reicht auch schon die Profession. Gut, wir den armen kleinen Hund bandagiert bzw. eigentlich ich und dann den Abend über immer mal wieder gekrault. Er hat offensichtlich Schmerzen, so dass Grant eine halbe Schmerztablette auflöst, damit er wenigstens ein wenig eindöst. Klappt aber nicht wirklich und er läuft immer mal wieder durch die Gegend und steht einfach nur rum. Nachts bleibt Grant dann beim ihm im Wohnzimmer und hat im Endeffekt eine Stunde geschlafen. Shanti geht auch immer hin, wenn er anfängt zu quicken. Wir sind so müde, dass wir davon nichts mitbekommen außer ganz am Anfang. Sind aber mit einem unguten Gefühl ins Bett gegangen. Alle Menschen im Raum waren sich einig, dass der Kleine das nicht durch die Nacht macht, er ist immerhin schon 13Jahre alt. Aber der Kleine ist ein Kämpfer. Als wir morgens zum Sani Pass aufbrechen, fährt Grant zum Tierarzt.

Am Abend bedanken wir uns dann recht herzlich für die Wegbeschreibung. Er hat uns auf die 60km Strecke geschickt, die aber so schlimm war, dass wir auf dem Rückweg über die R74 und die N3 fahren.

150km mehr, halbe Zeit. Über Lower Loteni ist es nur allerübelste Buckelpiste.

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Selbst mit einem 4x4 hätten wir das nicht rechtzeitig nach Underberg geschafft, von wo aus die Tour starten soll. Um kurz vor halb9 rufe ich Sani Pass Tours an. Wir würden schon vorher zum Sani Pass Hotel abbiegen, ob man uns da aufgabeln könne. Geht Gott sei Dank und da bei einigen aus der Gruppe wohl irgendwas mit den Pässen nicht passte, fahren die auch noch 20 Minuten später los, so dass wir im Endeffekt 15 Min vor dem Hotel stehen. Aber besser als anders rum. Als wir dann in en 4x4 Minibus einsteigen (ja, auch so was gibt’s),

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können wir unser ‚Glück’ kaum fassen. Es rennen zigtausend Touristen in Südafrika rum, aber in unserem Vehikel sitzen vorne 4 Holländer, die sich hinterher als Afrikaans sprechende Südafrikaner herausstellen (für Matthias egal, ob Bure oder Niederländer, kann er nicht ab), aber die hier waren echt speziell. Vor allem die Mutter, die ständig nervige Fragen stellte und sie sofort mehrmals wiederholte. Aber ganz besonders haben wir uns nachdem wir uns hingesetzt hatten, über den einen Franken auf der letzten Rückbank und das Kölner Pärchen hinter uns gefreut! Bei denen der Kölner und der Franke einen sauschlechten Witz nach dem anderen ausgetauscht haben. Die beiden gönnten sich von ihrer Rente was, der Franke war noch nicht ganz so weit. Bei ein paar Fotostopps wurden die aber auch immer erträglicher. Vor allem, weil der auch mehr oder weniger normal reden konnte außer Witz reißen. Oben auf dem Sani Pass sind dann die beiden mit ihrem österreichischen Guide, der schon seit 25 Jahren in Joburg lebt runtergelaufen, während sie sich zu uns gesellte. Der Handelsposten war sehr trostlos.

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Die Kinder, die hier saßen taten einem sofort leid. Der Österreicher war schon öfter hier oben und hatten eine Tüte mit Süßigkeiten mit. Kaum vorstellbar, dass es irgendwo in Lesotho nicht so aussieht wie hier ...

 

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Wir sind in eine der Hütten gegangen, waren in einem Handelsposten auf Lesotho-Seite, haben da das Brot probiert, Matthias auch das Bier und danach in den höchsten Pub Afrikas zum Mittag.

 

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Die anderen sind nach dem Lesotho-Pub in den Bus gestiegen, um zum Touri-Pub zu fahren. Wir sind gelaufen.

 

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Dort gesellte sie sich wieder zu uns und war dann wirklich ganz nett. Da haben wir denen/ihr erst einmal ein paar Reisetipps gegeben.


Der wunderschönen Strecke hat das auf dem Hinweg keinen Abbruch getan, da wussten wir ja auch nicht wie es da aussieht. Auf dem Rückweg haben wir Frauen wohl ein bißchen unseren Gedanken nachgehangen.

 

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Das war auch ganz gut, denn nach ein paar Stunden wird jede Landschaft langweilig, zum anderen war das Runterschauen nicht immer angenehm. Das einem mal wieder mit dem Holzhammer gezeigt wird, wie gut man es doch hat, war auch nicht angenehm ...

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Und Steilhänge und Serpentinen auch. Aber ansonsten wie Matthias immer so schön sagt, „Großes Tennis“, landschaftlich. Holen die drei Männer dann am South African Pass Control Point ein, die waren ganz schön fix. Haben für die Strecke 2,5 Stunden gebraucht runter, wir 40 Minuten. Haben dann am Ende mit Karl-Heinz und Helga aus Köln-Porz in Underberg noch Kaffee getrunken.

Meine Kreditkarte ist immer noch nicht von der Autovermietung freigegeben. So langsam macht das keinen Spaß mehr, dass ich nicht an Bargeld rankomme. Sind dann wieder in Dunkeln nach unserem Backpacker. Und es hat auf dem gleichen Streckenabschnitt wieder gehagelt! Unterwegs sind wir dann noch bei den Hobbits vorbeigekommen

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aber hier wollten wir dann doch noch nicht hin ...

 


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Und Paddy offensichtlich auch nicht. Der Kleine war immer noch am Leben und über Nacht beim dem Tierarzt geblieben. Das war auch eine schöne Nachricht und als wir dann am nächsten Tag gefahren sind, da war es endlich mal hell und wir haben erst einmal gesehen wie schön es dort war.

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Ich hatte zwar gelesen, dass die in einer World Heritage Site sitzen, aber die gesamten Drakensberge sind Weltkulturerbe und wir hatten ja auch dort schon echt hässliche Ecken gesehen.

22.10.07 22:04


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