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Walpurgisnacht 2010 - oder dieses mal Glück gehabt

Für uns ist es in Berlin ruhig geblieben. Dafür war in Hamburg Randale.

Einerseits ziemlich langweilig stundenlang ab 14h am Bereitschaftsort dumm rumzustehen und als einzige Beschäftigung ist ab 22h ein Fuchs da, der dort jeden Abend seinen Rundgang macht, aber das ist auszuhalten. 

Schlimmer fand ich das am Nachmittag, als die Jungs mit dem Berliner Kollegen die Aufzugstrecke für den 1.Mai ausgekundschaftet hatten. Da hatte ich nämlich nicht dran gedacht, dass die mit unserem Bulli los sind. Inklusive meines Rucksacks und Verpflegungsbeutels!!

Ein Hoch auf unsere Einsatzhosen, da hatte ich wenigstens ein paar Kleinigkeiten zu Naschen drin, mein Handy und einen Kugelschreiber. Und auf Petra, die mir 4 Seiten ihres Sudokus abgegeben hat. Kungfu Panda auf dem LauKw geschaut und dumm rumgestanden. SMS an den bayrischen Kollegen, ob auch Bäume zählen, die man mittlerweile beim Namen kennt, oder nur Leitpfosten. Nein, Bäume zählen auch. Wie beruhigend. Ab jetzt darf ich mitreden. Mein erster stundenlanger Einsatz in Uniform. Und nix los. Einerseits gut, so wird wenigstens keiner von uns verletzt. Letztes Jahr hat es 400 Kollegen erwischt.

Auf einmal werden wir gerufen. Alles springt auf seinen Wagen. Beide Wasserwerfer sind sofort einsatzbereit. Der Sw auch. Nur unsere kleine T4-Bullenschleuder nicht. Unser Fahrer ist aufm Örtchen. Dummerweise ist das ein Haus weiter auf dem Direktionsgelände. Während er ausgerufen wird, laufe ich in den schweren Klamotten zur vorderen Tür, Gott sei Dank kann man durch den ganzen Flur schauen. Kein Piet. Drehe um, da kommt er seelenruhig mit den Händen in den Taschen. Während ich auf meiner Seite hochrannte, ging er auf seiner runter... Wie im schlechten Comic.

Mir schlägt das Herz schon bis zum Hals, wir sind zum Boxhagener Platz gerufen worden. Also rücken wir aus, mit unserem Arsenal von 2 Wasserwerfern, einem Räumfahrzeug, einem Lautsprecherwagen und 3-4 weiteren Fahrzeugen.

Fahren mit allen Sonderrechten. Auch Martinshorn, auch wenn wir eigentlich still verlegen sollen. Egal, unsere Kolonne fällt eh auf! Diese Fahrt ist es still im Bulli, bis auf den Funk der knastert und die Meldungen der Kollegen raushaut. Mittlerweile rauscht mir das Adrenalin in den Ohren. Brennt es auf dem Boxi? Was erwartet uns? Mir fällt ein, dass wir keine Körperschutzausstattungen angezogen haben. Adrenalin steigt noch einmal an.

Aus unserem Auto kann man die Blicke der vollbesetzten Partymeile auf unsere großen Wagen deutlich erkennen. Keiner isst weiter, alles schaut uns hinterher. Mit großen Augen. Die hab ich auch. Eine Straße vorm Boxi Entwarnung, man wollte nur unseren Lautsprecherwagen, um den Boxi von den Betrunkenen per Wegsprechen zu räumen. Während bei uns das Adrenalin langsam wieder sinkt, steigt auf der anderen Seite des Funks die Erkenntnis und das Entsetzen über die Fehlanforderung. Das hätte auch anders ausgehen können. 

Wir fahren wieder zurück und verfüttern unsere restlichen Frikadellen. Glück gehabt. Wir und Meister Reinecke.

 

4.5.10 10:49
 
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